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Um
die Eisbrecher-Story ganz zu verstehen und aufzurollen führt
uns die Geschichte zurück in die frühen 1990er,
als es um die Münchner Musikszene offensichtlich nicht
allzu gut bestellt war. Auch aus dem nachvollziehbarem Grund,
endlich mal ein paar Mädels abzukriegen, entschließt
sich Alexx Wesselsky "Rockmusiker" zu werden,
denn die kriegen ja bekannterweise alle, die sie wollen.
Nach
ziemlich tristen Engagements für diverse Metalbands,
beginnt Alexx W. selbst das Zepter in die Hand zu nehmen
und schart deshalb ein paar Mannen um sich. Im Jahre 1995
veröffentlichen diese Mannen, die sich inzwischen "Megaherz"
nennen (der Name ist eine mehr oder weniger geniale Mischung
aus Wildecker Herzbuben und Megadeth - ein Bierlaune soll
schuld daran gewesen sein
.), ihre erste Demo-CD "Herzwerk".
Entgegen aller Befürchtungen ist die CD kein totaler
Rohrkrepierer - einige Radiosender spielen die Platte sogar.
Somit
war der Grundstein für den ersten Plattenvertrag gelegt
- ZYX Music heißt das erste Label unter dem 1996 die
erste offizielle Platte "Wer bist du" veröffentlicht
wird. Erstmals tituliert die Presse MHZ als billigen Rammstein-Klon,
denn vor allem textlich erinnert Alexx W. stark an Till
Lindemann, sammelt dadurch aber nicht nur Pluspunkte.
Von
der Original 1993er Besetzung ist zu diesem Zeitpunkt nur
mehr Alexx selbst über, doch mit Frank (Drums), Wenz
(Bass), X-tian (Gitarre) und Noel Pix (Gitarre) als Kollegen,
hat er 4 neue gefunden, die seine musikalische Auffassung
teilen.
1998
wird "Kopfschuss" (ZYX) - das zweite Studioalbum
- released und lässt das Mega-Herz höher schlagen.
Bei weitem größerer Erfolg, als schon mit "Wer
bist du" und Songs wie "Miststück" oder
"Freiflug" sind heute noch mehr als Kult. Die
jetzt auch musikalische Nähe zu Rammstein ist offensichtlich
und lässt sich nicht leugnen und macht die Band somit
erstmals auch in den USA bekannt. 2000 erscheint "Himmelfahrt",
ein mehr oder weniger guter "Kopfschuss" - Klon.
In der Folge ersetzt Olli Pohl, Noel Pix an der Gitarre
und auch Drummer Frank muss ersetzt werden. In dieser neuen
Besetzung erscheint 2002 das bislang letzte und erfolgreichste
MHZ - Album, "Herzwerk II", mit dem sich die Band
erstmals einen großen Namen macht und auch Charterfolge
verzeichnen kann. Umso überraschender kommt die Nachricht
vom Ausstieg des Bandgründers und Sängers Alexx
im Oktober 2002. (siehe
Abschiedsbrief) Musikalische und vor allem persönliche
Differenzen zwischen Alexx und den anderen führt zum
Split.
Doch
Alexx würde nicht einfach alles so hinschmeißen,
hätte er sich nicht ein Hintertürl offen gehalten.
Und diese Hintertüre hieß Noel Pix. Jawohl -
der Ex-Megaherz-Gitarrist, der sich eigentlich nie großartig
mit Al verstanden hatte. Von einer Hass-Liebe war oft die
Rede, geprägt von tiefstem Respekt des Einen für
den Anderen. Bereits 2002 soll sich Alexx des Öfteren
mit ihm getroffen haben und an neuen Songs herumgebastelt
haben - vor allem als Ausgleich zum nicht mehr tragbaren
MHZ - Dasein.
Ein
konkretes Bandprojekt war anfangs dabei nie das Ziel. Doch
mit dem MHZ - Ausstieg widmete sich Alexx nun vollkommen
seiner neuen Liebe und bald waren die ersten Songs fertig
gestellt. Dank Noel - der schon immer für alle Musikrichtungen
offen war und auch ursprünglich aus der Elektronik-Szene
kam - fand die computergenerierte Elektronik Eingang in
das Schaffenswerk der zwei. Mit Alexx war auch das "Rock-Element
vertreten und was dabei herauskam nennen die beiden heute
elektronischer Trip Rock. Einer der ersten Songs die fertig
waren, war "Mein Blut", der wie kein anderer Song
die menschliche Gefühlskälte ausdrückt. Zu
diesem Zeitpunkt, gab es noch immer keinen Namen für
die Band, doch durch "Mein Blut" kamen die beiden
dann bald auf den Namen Eisbrecher.
Ein auf viele Weisen interpretierbares Wort: Es drückt
enorme Kraft, Größe, Unaufhaltsamkeit und natürlich
Kälte aus.
Bald
wurde den beiden klar, dass es nicht bei einem Projekt bleiben
sollte, sondern, dass Eisbrecher durchaus eine eigenständige
Band werden sollte. Alexx und Noel hängten sich ungemein
rein und schließlich sprang ihr Ex-Label ZYX im Frühjahr
2003 mit auf auf den Eisbrecher. "Mein Blut" wurde
schließlich im Juni 2003 auch als Single vorausgekoppelt,
gefolgt im September von "Fanatica". Zwei Tracks
- bewusst ausgewählt, um die klare Trennlinie zwischen
MHZ und Eisbrecher zu ziehen. Al legte immer großen
Wert darauf, dass EB kein MHZ 2 sein würde. "Mein
Blut" und "Fanatica" sind aus der heutigen
Sicht, sicherlich zwei der gewöhnungsbedürftigsten
EB - Songs und somit waren die Fronten einmal klar abgesteckt.
Eine
Knieverletzung von Alexx im Sommer 2003 und Promo - Probleme
warfen die Produktion fürs Album etwas zurück
und der Release-Termin musste auf 2004 verschoben werden.
Am
26. Januar 2004 war es dann soweit: Von vielen Fans mittlerweile
sehnsüchtig erwartet stand das Debüt-Album der
beiden Münchner endlich in den Händlerregalen.
Eisbrecher lautete auch der Album-Titel und kam in einem
aufwendig produzierten Digi-Pack daher. Satte 60 Minuten
feinster Elektro-Rock der das Prädikat äußerst
wertvoll mehr als verdient. Die Kritiken in den einschlägigen
Magazinen waren durchwegs positiv und gut und somit dürfte
Erfolg nur eine Frage der Zeit sein. Nicht vergessen: Rammsteins
Herzeleid startete auch erst ein Jahr nach Veröffentlichung
so richtig durch!
Der
Veröffentlichung der Platte folgte eine ausgiebige
Tour durch die deutschen Lande, aber auch ein Gig in Wien
war mit dabei.
Die Tourbesetzung besteht aus 6 Mann. Alexx am Geplärre,
Pix an der Gitarre, Felix an der Rhythmusgitarre, Rene an
den Drums, Max an den Keys und 3 verschiedene Bassisten
(momentan ist Michael der Mann am 4-Saiterl) komplettieren
die Mannschaft.
Vor allem die kleineren Clubs wurden vom Eisbrecher dabei
schockgefriert und im Mai 2004 konnten sich Al und die Eisbären
erstmals auf dem WGT einer breiteren Masse präsentieren.
Der letzte Gig fand am 31. Oktober 2004 in der Garage Deluxe
in München statt. Seit diesem Zeitpunkt wird wieder
an neuem Material gearbeitet, um eine zweite Platte veröffentlichen
zu können.
Die
neue Eiszeit hat begonnen! Macht euch mit auf dem Weg ins
Licht - das Eis um uns zerbricht.
(Stand
Jänner 2005)
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